Couple of DAYS: IN KUTA LOMBOK

Die letzten Tage haben wir in Kuta auf Lombok verbracht. Nicht zu verwechseln mit Kuta auf Bali – hier gibt es nämlich einen Ort mit gleichem Namen.

Lombok ist die etwas kleinere Nachbarinsel von Bali. Wir haben schon mehrfach gehört, dass Lombok wie Bali vor einigen Jahren sein soll. Und tatsächlich haben wir gemerkt, dass es zwar touristische Regionen gibt, es sich aber in Grenzen hält. Auf Lombok geht es ziemlich entspannt zu. Es gibt hier noch sehr viele ursprüngliche Städte und Dörfer. Was man aber stark wahrnimmt ist, dass der Tourismus auf dem Vormarsch ist. An jeder Ecke werden schicke Boutique Hotels und große Resorts gebaut. Bali werden wir erst am Ende unserer Indonesien-Reise sehen – auf einen direkten Vergleich sind wir gespannt!

Nach unseren ersten Tagen in Jakarta ging es mit einem Inlandsflug nach Lombok. Wir sind schon um 03:30 Uhr zum Flughafen aufgebrochen. Im Flugzeug der Airline „Superairjet“ wurde uns im 5-Minuten-Takt versichert „You’re a Superguest“. Und mit lautstarken Schreien einiger Fluggäste bei der Landung, hatten wir dann schließlich wieder festen Boden unter den Füßen. Wir sind glücklich darüber, dass das unser einziger Inlandsflug in Indonesien bleibt. 

Kuta ist bekannt für seine schönen Strände und Surfspots. Hier reiht sich eine Surfschule an die nächste und immer wieder fährt ein Roller beladen mit ein, zwei Surfbrettern an einem vorbei. Die meisten Roller hier in der Gegend wurden mit extra Halterungen getuned, um die Bretter zu transportieren. 

Wir haben hier eine sehr schöne Unterkunft über AirBnB gebucht, um uns nach der turbulenten Reise und den anstrengenden letzten Monaten erstmal auszukurieren und abzuschalten. 

Unsere Unterkunft war etwas versteckt in einer Seitenstraße gelegen. Nachdem unser Grab-Fahrer ein paar Runden vom Navi im Kreis geschickt wurde waren wir dann aber angekommen. Villa Gaia ist eine kleine Oase mit viel Grün, Palmen und richtig schöner Architektur. Wir haben die ersten Tage viel Zeit im gemeinsam genutzten Outdoor-Bereich mit Sofa, offener Küche und dem Pool verbracht. Erstmal ein bisschen abschalten und die nächsten Schritte unserer Reise planen.


Ab an’s Meer

Dann wurde es aber Zeit die Gegend zu erkunden. Ab ging’s ans Meer! Wir haben uns den Strand Selong Belanak ausgesucht. Die Bucht soll nicht so überlaufen sein und man kann einigen Surfern zuschauen. Der Strand ist vor allem für Anfänger der Place-to-be. 

Von Kuta aus ging es knapp eine halbe Stunde mit dem Roller über die Insel. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten mit dem GPS ging es durch verschiedene kleine Dörfer, bergauf, bergab und an einigen Feldern vorbei. Dann konnten wir endlich entlang der Küste fahren und das erste Mal auf unserer Reise das Meer sehen. 

Selong Balanak ist ein richtig schöner, etwas kleinerer Strand mit türkisem Wasser, einigen kleinen Restaurants und einer Menge Surfern. Tatsächlich war hier aber mehr los als erwartet.

Den Rest des Tages haben wir auf unserer Liege oder im Wasser verbracht und dann ging’s ab nach Hause. 

Auf dem Heimweg haben wir auf halber Strecke, mehr aus der Not heraus, an einem kleinen Straßenimbiss angehalten weil wir ganz schön Hunger bekommen hatten. Hinter dem Imbiss waren dann aber einige Tische und Stühle aufgebaut und wir haben zufällig einen richtig coolen Sunset-Spot entdeckt. 


Food, Food, Food…

Abends sind wir meist mit dem Roller in die Stadt gedüst und haben in kleinen Warungs gegessen. Warungs sind kleine Restaurants oder Kioske mit meist sehr günstigem lokalem Essen. 

Der Bestseller in Kuta: Nasi Goreng oder Mie Goreng, also gebratener Reis oder Nudeln, in allen Variationen. Eine große Portion gibt’s meist schon für 1-2€ pro Person. 

Auch das Obst ist viel günstiger (aber auch kleiner) als in Deutschland und schmeckt deutlich intensiver. Fürs Frühstück haben wir uns oft für ein paar Euro mit frischer Ananas und Melone vom Straßenstand eingedeckt.

Allerdings gewöhnt man sich echt schnell an die Preise und fängt an zu vergleichen, obwohl es umgerechnet nur um wenige Cent oder Euro geht. 

Auch Benzin ist hier richtig günstig. Ein Liter kostet knapp 90 Cent. 

In den meisten ländlicheren Gegenden gibt es übrigens wenige bis keine „richtigen“ Tankstellen wie wir sie kennen. Dafür sieht man aber überall am Straßenrand kleine Regale mit Glas- oder Plastikflaschen voll mit Benzin. Das wird einfach ganz pragmatisch mit einem kleinen Trichter eingefüllt und weiter geht’s.


Alltag in Kuta

Nach den ersten Tagen hatten wir das Gefühl langsam anzukommen, auch wenn es noch immer herausfordernd ist, sich im neuen Alltag zurecht zu finden und die richtige Mischung aus Reisen und „daily life“ zu finden.

In Kuta haben wir ein Gym entdeckt das sogar Muay Thai Kurse anbietet. Cedric war voll in seinem Element und hat das direkt mal ausgecheckt. 

Beim Training hat er einen deutschen Auswanderer kennengelernt, der schon seit einigen Jahren in Kuta lebt und sich dabei gleich ein paar gute Reisetipps abgeholt. Unter anderem hat er ein BBQ Buffet empfohlen, das einmal die Woche stattfindet – das haben wir gleich mal ausprobiert.

Für nur knapp 4,20€ pro Person gab es frisch gegrillten Fisch und Fleisch und eine riesige Auswahl an indonesischen Salaten und Beilagen. Richtig lecker! 

Auf einer unsere Rollertouren sind wir an einer kleinen Kochschule vorbeigekommen. Da wir ja super gerne kochen stand das Programm für den nächsten Tag also direkt fest. 

Bei Ani, einer Indonesierin, haben wir ein paar Stunden lang super viel über die indonesische Küche gelernt und uns ihre Tipps und Tricks abgeschaut. 

Wichtigste Zutat für viele indonesische Rezepte: Kecap Manis, eine süßliche Würzsoße, die ähnlich wie Maggi universell eingesetzt wird. 

Außerdem haben wir bei Ani die Kombi aus Ananas und herzhafter Erdnusssauce kennengelernt – absolutes Must-Try! 

Mit vollem Magen, neuen Rezepten und einer fetten Tüte voller Reste ging’s zurück zur Unterkunft. 


The “Bat” tle

Abends waren wir noch eine Runde im Pool. Musik an, über uns die Sterne – es hätte so schön sein können … 

… wäre da nicht die Fledermaus gewesen. 

In der Abenddämmerung hat sie sich bereit gemacht für den Angriff. Sie hat immer wieder zum Sturzflug angesetzt und unsere Köpfe anvisiert – Zufall? We don’t think so! 

Wir konnten mit einem spontanen Tauchmanöver ausweichen und uns gerade noch so ins Zimmer retten.

Fledermaus: 1, Lara & Cedric: 0

Nach kurzer Recherche haben wir herausgefunden, dass Fledermäuse in Indonesien Insekten fressen und die blutsaugenden Fledermäuse nur in Amerika vorkommen. Scheinbar sind das einfach nur nette neugierige Wesen.

… Aber nicht diese Fledermaus.

Beim nächsten Ausflug in den Pool hat sie uns aber eines Besseren belehrt und noch gezielter und furchtloser angegriffen. Aber nicht nur den Pool hat sie erobert, auch in unserem Outdoorbad unter der Dusche waren wir nicht sicher. Sie hat den wehrlosesten Moment mit Shampoo in den Augen abgepasst und erneut zum Angriff angesetzt.

Fledermaus: 2, Lara & Cedric: 0 – Na gut, wir geben uns geschlagen.


Beach and Bye

An unserem letzten Tag in Kuta ging es noch mal ab zum Strand. Dieses Mal zum Tanjung Aan. Hier haben wir gelesen, dass das der touristischste Strand der Gegend sein soll, er war aber am schnellsten zu erreichen und hat uns tatsächlich positiv überrascht. 

Wir hatten das Gefühl, dass es viel weniger touristisch und viel entspannter zuging. Keine Parkgebühren oder Eintritt für den Strand, keine überzogenen Gebühren für Strandliegen oder Sonnenschirme und viel weniger Menschen. 

Das Wasser war sogar fast noch blauer und klarer als am anderen Strand und die Aussicht mit den vielen kleinen Booten in der Bucht hat uns noch besser gefallen. Absolute Empfehlung. 

Wir haben den Strandtag mit Abendessen in einem kleinen Warung am Meer ausklingen lassen. Besser kann unser letzter Tag in Kuta nicht enden. 


Heute morgen ging es dann um 08:30 Uhr mit einem kleinen Shuttle und ein paar anderen Reisenden 4 Stunden über die Insel bis nach Senaru. Dort wartet morgen das nächste Abenteuer auf uns: Wir besteigen den Mount Rinjani den zweithöchsten Vulkan Indonesiens. 

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