Spoiler Alert: Wir haben es geschafft und sind heil in Indonesien angekommen. Aber zurück zum Anfang, die abenteuerliche Reise möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten.
Die letzten Tage in Deutschland
Bis auf einige letzte Besorgungen, die noch ausstanden, waren unsere Taschen praktisch drei Tage vor der Abreise gepackt. Nach so langer Vorbereitung war die Vorfreude riesig. Zum Glück wurde dem Ganzen ein Dämpfer verpasst.
Knapp zwei Wochen vor unserem Abflug standen die letzten Impfungen an. Zum einen Cholera, eine Schluckimpfung, die kurz vor Abreise eingenommen werden soll und Dengue-Fieber. Fun-Fact: Dengue-Fieber wird auch als „Knochenbrecher-Fieber“ bezeichnet. Obwohl diese Impfung in Deutschland noch recht neu ist, wollten wir sie unbedingt machen, da sie vor tagaktiven Mücken schützt. Bei mehrfacher Infektion können innere Blutungen dazu kommen.
Die ersten Tage nach der Impfung waren wir ein bisschen schlapp, uns ging es aber recht schnell wieder gut. Drei Tage vor Abflug haben Cedric schließlich die Impfreaktionen eingeholt und ihm die „Knochen gebrochen“. Starke Muskel- und Gelenkschmerzen, Fieber von bis zu 40°C, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Als ob das nicht schon genug wäre, ging es bei Lara einen Tag vor der Abreise auch noch los.
Inmitten dieser Turbulenzen versuchten wir, unseren Flug umzubuchen, was sich schwieriger herausstellte als gedacht. Schließlich fanden wir einen Flug, der für uns in Frage kam, allerdings zu einem “Aufpreis von 100 – nein, halt, 1500€”. Also beschlossen wir, an unserem Plan festzuhalten. Mit Hilfe von Ibu, Paracetamol und Co. würden wir den Flug schon überstehen. Also haben wir mit unseren letzten Kräften unsere Rucksäcke final gepackt und uns auf den Abflug am nächsten Tag vorbereitet.
Der Flug
Am Flughafen fiel uns der Abschied echt schwer und es ist auch die eine oder andere Träne geflossen. Laras Familie hat uns noch persönlich verabschiedet, was es nicht leichter aber umso schöner gemacht hat.
Vor uns lagen 27 Stunden Flug mit zwei Zwischenstopps. Darauf erstmal Schmerztabletten und Wasser.
Der erste Flug war schnell geschafft und uns standen 7 Stunden Zwischenstopp in Riga bevor. Diese haben wir genutzt, um uns die Altstadt von Riga anzuschauen und ein paar lokale Köstlichkeiten zu probieren – Pizza und Pasta.



Nach unserem Kurzurlaub in Riga ging es per Nachtflug weiter nach Dubai. Zu unserer Überraschung mit einer Kurzstreckenmaschine. Begrenzte Beinfreiheit, keine Filme, kein Wasser, kein Essen. Zum Glück aber bei Nacht, so ging die Zeit „wie im Flug“ vorbei.
„Welcome to Dubai“. Bis zu unserem nächsten Flug waren es noch drei Stunden, ein Transferbus, ein Transferzug und drei Security Checks. Highlight: Bei unserem zweiten Security Check wurde unser Pacsafe (Taschensafe mit Diebstahlschutz aus Draht) als Waffe eingestuft. Wir konnten der Aufforderung den integrierten Draht zu entfernen nicht nachkommen, da dieser (wie gesagt) integriert war. Das führte dazu, dass wir zusehen durften, wie drei Sicherheitsbeamte vergeblich versuchten, mit einer Schere den robusten Draht zu durchtrennen. Ein klares Kompliment an Pacsafe – das Produkt hält, was es verspricht. Schließlich gaben sie auf und ließen uns den Pacsafe behalten.
Nachdem das Security-Hindernis überwunden war, blieb noch ein wenig Zeit zum Frischmachen, Zähneputzen, Frühstücken und weiter ging’s.
Auf unserem letzten und längsten Flug gab es zum Glück etwas mehr Komfort, Entertainment und Verpflegung.
Cedric hatte eine Wunderheilung, während Lara wieder mit Fieber und Schmerzen zu kämpfen hatte. Und nun auch die nächste von der Ärztin prophezeite Nebenwirkung: Ausschlag.
Die Einreise nach Jakarta inkl. Visum, Gepäck und Zoll lief ohne weitere Probleme trotzdem waren wir nach dem langen Flug im kranken Zustand ganz schön fertig.
Für ein paar Euro haben wir uns ein Grab, die südost-asiatische Version von Uber, geholt und sind ab ins AirBnB.
Die ersten Tage in Indonesien
Unsere ersten Tage haben wir im 53. Stock eines Apartment-Komplexes in Jakarta verbracht. Alles wichtige konnten wir von dort per Aufzug erreichen: eine Shopping-Mall mit Supermarkt und Restaurants oder auch das Gym und den Pool.
Lara war leider immer noch nicht ganz Fit und wir hatten ganz schön mit dem Jetlag von fünf Stunden zu kämpfen. Unsere Ausflüge beschränkten sich größtenteils auf den Supermarkt oder die Restaurants in der Mall.



Eine unerwartete Herausforderung dabei war, dass weder Karten noch Bargeld angenommen wurden. Stattdessen war eine spezielle App erforderlich, die auf unseren Handys nicht funktioniert hat, da wir noch keine SIM-Karte hatten.
Da wir uns in der Anlage etwas eingeschränkt fühlten und die Reisemüdigkeit noch immer spürbar war, hatten wir noch nicht das ersehnte Reise-Feeling.
Daher haben wir die nächsten 1-2 Wochen geplant, das nächste Ziel, die Gili-Inseln, ausgesucht. Die Gili-Inseln sind von Bali oder Lombok aus per Boot erreichbar. Also haben wir einen Inlandsflug nach Lombok und die erste Unterkunft gebucht. Indonesien besteht aus 17.000 Inseln und ist ca. 5mal so groß wie Deutschland. Das Zugnetz ist schlecht ausgebaut und mit Reisebussen braucht man je nach Ziel schon mal mehrere Tage.
Unser AirBnB wurde in der Nacht vor der Abreise storniert. Da wir schon um 03:30Uhr aufstehen mussten und die meisten Unterkünfte kurzfristig ausgebucht waren, haben wir uns spontan entschieden umzuplanen und auf Lombok zu bleiben.
Unsere erste Lektion auf der Reise: Flexibel bleiben.
Zwischenzeitlich geht es uns gut. Wir sind auf Lombok angekommen und werden die nächsten Tage erstmal Urlaub machen, um uns zu erholen.
Hier gefällt es uns gerade sehr gut. Zu unserem Alltag auf Lombok bald mehr.